Einmal nur...

Kaum, dass wir uns näher kennen
hab‘ ich Vertrauen tief gespürt.

Anmutig, gescheit, voll buntem Leben,
hat sie ein Licht zu mir geführt:

Trau mich nun wieder schöne Sachen,
die schon lang vergraben war'n...

Hunderte verrückter Sachen:
manche frech, die and‘ren zahm.

Angedenk der Katastrophe
komm ich mir nicht mehr ärmlich vor.

Regenwolken wegzuschieben,
lacht sie fernmündlich in mein Ohr.

Intensive, schöne Stunden
wünsche ich im Wiederseh'n,

Nur einmal nur! In ihrer Nähe baden;
ich würde weite Wege geh'n.

Allein, ein Traum bleibt's, doch ein schöner.
Stillschmunzelnd lehne ich mich an.

Ich mag sie, dass ist unbestritten,
und gern erläg‘ ich ihrem Bann.

 

(c) 1998 Sebastian Grund