Hunderttausend Sommersprossen

 

Aus einem Meer von Sommersprossen
schimmern Augen, tief und klar.
Ich versinke unverdrossen,
fühl‘ mich einfach wunderbar.

Nachdenklich lass‘ ich mich sinken
in ein Gefühl, das mehr verwirrt.
Setzt sie sich zu meiner Linken
mein Bauch voll Schmetterlingen schwirrt.

Ich fühl‘ mich wohl in ihrer Nähe!
Allein, es ist zu kurz das Glück.
Was gäb‘ ich drum, wenn ich sie sähe...
zum Montague hebt mich ihr Blick.

Ein Sonnenblinzeln lässt mich hoffen,
dass sie letztlich mich erwählt.
Doch dies ist heuer völlig offen:
ein andrer ihr die Hand hinhält.

Ich kann und will sie doch nicht missen,
es begann als ich sie sah...
Ich spüre tief ein klares Wissen:
dass ich sie liebe - ganz und gar.

 

(c) 1999 Sebastian Grund